Mexiko

Mexiko: Trumps Protektionspolitik setzt Peso unter Druck

Die Twitter-Attacken von US-Präsident Trump haben der mexikanischen Währung schwer zugesetzt. Die Notenbank muss tief in die Kriegskasse greifen, um den Peso zu stützen. Der Verfall stellt vor allem Importeure vor Probleme.

Mexiko-Stadt (dpa) - Die protektionistischen Töne aus Washington seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump haben den mexikanischen Peso auf Talfahrt geschickt. Von den Wechselkursschwankungen sind auch deutsche Unternehmen in Mexiko betroffen. «Der Verfall des Pesos hat vor allem die Importeure vor Probleme gestellt, weil die mexikanischen Kunden geplante Anschaffungen beispielsweise für Maschinen erst einmal aufschieben», sagte der Geschäftsführer der Deutsch-Mexikanischen Industrie- und Handelskammer, Johannes Hauser. «Von einer dramatischen Entwicklung bei den Stornierungen ist uns aber nichts bekannt. Im Übrigen hat sich der Peso seit dem Tiefststand Mitte Januar wieder ein gutes Stück erholt.»

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Tricksereien ohne Erfolg: Trump wird offiziell neuer US-Präsident

Washington (dpa) - Knapp zwei Monate nach der Präsidentschaftswahl in den USA hat der Kongress den Sieg des Republikaners Donald Trump offiziell bestätigt. In einer gemeinsamen Sitzung beider Kammern in Washington gab der Präsident des Senats, Joe Biden, am Freitag bekannt, dass Trump 304 Wahlleute auf sich vereinigen konnte. Für die Demokratin Hillary Clinton stimmten 227 Wahlleute. Zudem gab es sieben Stimmen für andere Kandidaten.

Die von der Verfassung vorgeschriebene Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus ist eine rein formale Prozedur. Es kam kurzzeitig zu Tumulten, als mehrere demokratische Abgeordnete versuchten, gegen die Ergebnisse einzelner Bundesstaaten Widerspruch einzulegen. Biden gab dem jedoch nicht statt, weil die notwendige Unterschrift eines Senators fehlte. Als Vizepräsident der Regierung ist er zugleich Präsident des Senats.

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USA bleiben hart: Freier Handel nicht um jeden Preis

Washington (dpa) - Die USA haben bei der IWF-Frühjahrstagung in Washington alle Versöhnungsversuche gekontert und bleiben in ihrer Kritik am offenen Welthandel hart. US-Finanzminister Mnuchin rückte in einem Statement zum Abschluss des Treffens der weltweiten Finanzelite entgegen auch der Hoffnungen aus Deutschland nicht von seiner strikten Haltung ab.

«Gemeinsam mit unseren innenpolitischen Reformen, werden wir eine Ausweitung des Handels mit den Partnern fördern, die sich zu marktwirtschaftlichem Wettbewerb bekennen», teilte Mnuchin in einem Statement an das Steuerungskomitee des IWF mit. Es war das erste Treffen seit Donald Trump zum neuen US-Präsidenten gewählt wurde. 

«Gleichzeitig werden wir uns noch rigoroser gegen unfaire Handelspraktiken verteidigen», heißt es darin weiter. Zuvor hatten sich IWF-Chefin Christine Lagarde und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) als derzeitiger Vorsitzender der G20-Finanzminister um versöhnlichere Töne bemüht. Es gebe Optimismus für eine «unkonfrontative Lösung», sagte Schäuble noch am Freitag.

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USA: Dienstleistungssektor bleibt Wachstumstreiber

Washington/Berlin (dpa) - Die USA als weltgrößte Volkswirtschaft haben im vergangenen Jahr vor allem dank starker Dienstleistungen zugelegt - regional zeigten sich aber gravierende Unterschiede. Nach aktualisierten Daten des Handelsministeriums in Washington wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) - bereinigt um die Inflation - im Vergleich zu 2015 um insgesamt 1,5 Prozent. Ende Januar waren die Statistiker zunächst von 1,6 Prozent ausgegangen, damals war jedoch das Abschneiden der einzelnen US-Bundesstaaten noch nicht bekannt.

Die nun veröffentlichten Zahlen zur Regionalentwicklung offenbaren ein Gefälle innerhalb des Landes.

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Mexiko: Höchstgericht fordert teilweise Entkriminalisierung von Marihuana

Mexiko-Stadt/Montevideo (dpa) - Im mexikanischen Drogenkrieg hat der Oberste Gerichtshof eine richtungsweisende Entscheidung gefällt. Der Konsum und Anbau von Marihuana für den Eigengebrauch ist grundsätzlich erlaubt, urteilten die Richter am Mittwoch. «Das totale Verbot ist übertrieben und schützt nicht das Recht auf Gesundheit», sagte die Richterin Olga Sánchez Cordero. «Der Konsum sollte aus Respekt vor dem Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung erlaubt werden.» Das Konsumverbot seien verfassungswidrig, urteilte die Kammer. Der Handel mit der Droge bleibt auch weiterhin untersagt.

Bislang war der Besitz geringer Mengen von Marihuana in Mexiko erlaubt, nicht aber der Konsum und Anbau. Zunächst gilt das Urteil aber nur für die vier Kläger.

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