IBM enttäuscht mit Umsatzrückgang

Armonk – Ein schwaches Server-Geschäft und ungünstige Wechselkurse haben den Aufschwung beim Computer-Urgestein IBM im Sommerquartal vorerst wieder beendet.

In den drei Monaten bis Ende September gingen die Erlöse im Jahresvergleich um rund zwei Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar (15,6 Mrd Euro) zurück, wie der IT-Konzern mitteilte. Experten hatten mit einem höheren Umsatz gerechnet. Anleger reagierten enttäuscht und ließen die Aktie nachbörslich in einer ersten Reaktion um mehr als vier Prozent fallen. Der Quartalsgewinn sank um ein Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar, fiel damit aber etwas besser als erwartet aus.

In den Vorquartalen hatte IBM die Erlöse nach jahrelangem Abwärtstrend erstmals wieder steigern können. Der Konzern hat einen tiefgreifenden Wandel hinter sich und setzt inzwischen stark auf neuere Geschäftsbereiche wie Cloud-Dienste, Datenanalyse und künstliche Intelligenz. Zwischenzeitlich hatte sich auch die klassische Hardware-Sparte wieder deutlich besser entwickelt, doch im jüngsten Quartal gab es hier kaum Zuwächse. IBM hat zudem Probleme mit dem starken Dollar, der die internationalen Einnahmen nach Umrechnung in die heimische Währung schmälert. Das US-Unternehmen macht den Großteil seines Umsatzes im Ausland.